Published 07. Apr. 2017

Risikomanagement im E-Commerce des 21. Jahrhunderts

IoT product development challenges existing R&D thinking and enables more impactful product development.
Retail and Consumer

Image of two young businessmen using touchpad at meeting

In der heutigen Welt eines intensiven E-Commerce, welcher durch gut informierte und schnell wechselnde Kaufinteressenten, neue Bedrohungen durch wachsenden Online-Betrug und starken Wettbewerb geprägt ist, greifen diese einfachen Strategien zu kurz.

Zum einen verlieren vorgerichtliche negative Zahlungserfahrungen insbesondere im E-Commerce kleiner Warenwerte zunehmend an Bedeutung, da aus einem einzelnen solchen Merkmal nur unzureichend über die Zahlungsbereitschaft im aktuell geprüften Kaufvorgang eines potentiellen Kunden geschlossen werden kann. Zum anderen wird (von solventen, ehrlichen Käufern genauso wie von Betrügern) im E-Commerce zunehmend mit ganz oder teilweise verfälschten personenbezogenen Daten (z.B. falscher Geburtstag, falscher Vorname) bestellt, um der wachsenden (online-)Werbeflut und der steigenden Anzahl von Tracking-Mechanismen auszuweichen.

Flexibilität schafft Wettbewerbsvorteil

Ein vollwertiges Risikomanagement im modernen E-Commerce sollte dem Händler die Möglichkeit bieten, auf einer flexiblen und schnellen Plattform eigene und fremde Daten selbst und/oder mit professioneller Unterstützung Dritter jederzeit zu optimalen Entscheidungsregeln bezüglich der Fragen: Wem gewähre ich Kauf auf Rechnung? und Wie hoch darf dessen maximale Bestellhöhe sein? zu kombinieren. Auch Unsicherheiten auf vermeintlich sicheren Zahlarten wie beispielsweise Kreditkartenbetrug lassen sich innerhalb einer ganzheitlichen Risikobetrachtung schneller vermeiden. Er sollte dabei jederzeit transparent auf statistische Auswertungen aller relevanten Datendimensionen der bereits getätigten Transaktionen zurückgreifen können, um mit seinen Verkaufsprozessen schnell auf neue Marktentwicklungen reagieren zu können.

Nur mit einer solchen Risikomanagement-Umgebung kann gezielt ein Set von KPIs angestrebt, erreicht und in einem dynamischen Markt auch gehalten werden. Dazu gehören eine Inkassoübergabequote kleiner 1%, eine Steigerung der Conversion rate e u mehr als 10%, Senkung der wertbezogenen Retourenquote um 5%, Verbesserung der Entscheidungsqualität der manuellen Antragsprüfung um 10 % Gini, Steigerung des Kundenzufriedenheit durch Angebot des präferierten Zahlungsmittels und damit die Steigerung der Wiederkaufsrate. Die Auskunftei CRIF GmbH ist einer der wenigen FullService-Provider im Bereich des E-Commerce-Risikomanagements, die ein solches Service-Portfolio samt eigener Plattform bieten kann.

Aus der Praxis

Viele Unternehmen setzten mittlerweile nicht mehr nur auf den traditionellen Ladenverkauf, sondern auch auf das Online-Geschäft. In der Zusammenarbeit mit CRIF wird meist die gesamte Prüflogik auf die vollintegrierte Plattform von CRIF übertragen. Hier erfolgt das Zahlungsmanagement individuell abgestimmt auf jeden einzelnen Antrag. Zum Einsatz kommt ein kundenspezifisches Regelwerk, das sowohl Betrugsprävention als auch Bonitätsprüfung einschließt.

Die Lösung entscheidet dabei nicht in der branchenüblichen Schwarz-/Weiß-Methode. Sie unterteilt und beurteilt Neu- oder Bestandskunden in unterschiedliche Risikokategorien und korreliert diese mit einer auftragsbezogenen Limit-Steuerung. Hierfür werden auch die Daten und Erfahrungen aus dem Debitorenmanagement herangezogen.

Eine umfangreiche Betrugsprävention rundet die Lösungen und Services von CRIF ab. Hierzu gehören beispielsweise Blacklist / Sperrlisten, Velocity- bzw. Wiederholungsfilter, Abgleich betrugsverdächtiger Bestellmuster etc.. Die entsprechenden Muster und Regeln werden von CRIF ständig durch den Einsatz neuer Technologien und Methoden angepasst.

Die Kunden profitieren durch die Anwendung der CRIF Risikoplattform von einer deutlichen Senkung der Ausfallquote und einer deutlichen Reduzierung der Fälle, die an Inkassounternehmen übergeben werden müssen. Vielleicht noch wichtiger ist die Steigerung der Konversionsrate bei gleichzeitiger Entlastung der Mitarbeiter, die sich weit weniger um manuelle Nachbereitungen von Bestellungen und Bezahlungen kümmern müssen.

Durch die zuvor beschriebenen Maßnahmen und die Flexibilität der Risikomanagement-Lösung konnte dieser Kunde seinen Wachstumspfad in den letzten drei Jahren kontinuierlich mit 20% Umsatzwachstum nach Retouren p.a. fortsetzen.

Dieses reale Beispiel zeigt sehr deutlich, dass Risikomanagement schon lange nicht mehr nur auf digitalen Entscheidungen beruhen sollte. Risikomanagement ist heute eine komplexe Aufgabe, wenn man sowohl den Händler in seinen Geschäften und gleichzeitig den Endkunden in seinem Einkauf optimal unterstützen möchte.


Deltavista/CRIF will be attending IndustryForum Retail on the 26th of April 2017 as a solution provider. Event discussions include:

  • Omnichannel – The next step to become a one-channel-company
  • The future of instore analytics
  • Opportunities of robotics for logistics and supply chain
  • Generating customer value and revenue with sustainability
  • New possibilities of digital payment

Join the discussions at our Retail events!

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Symbio will be attending 600Minutes Innovation and Product Development in Finland on the 4th of April 2017

Juha Turunen

Chief Solution Executive, Symbio Finland